Wägen wird oft als Routineaufgabe betrachtet und ist damit eine Tätigkeit, die auf der einen Seite sehr häufig durchgeführt wird, aber gleichzeitig sehr kritisch und zeitaufwändig werden kann. Der technologische Fortschritt in der Entwicklung von Waagen hat dazu geführt, dass die Bedienung der Waagen erheblich einfacher ist und Wägezeiten deutlich minimiert werden, aber dies birgt gleichzeitig die Gefahr, dass externen Störeinflüssen zu wenig Beachtung geschenkt wird.
Präzision und Reproduzierbarkeit eines Wägeergebnisses sind bspw. sehr eng mit dem Standort der Waage verbunden. Ein Wägetisch, der Vibrationen überträgt kann dazu führen, dass es sehr lange dauert, bis ein finales Wägeergebnis vorliegt oder dieses falsch angegeben wird.
Ebenfalls wichtig für zuverlässige Wägeergebnisse ist eine gleichbleibende Raumtemperatur. Wägeresultate werden von schnellen Temperaturschwankungen sehr stark beeinflusst – dies betrifft zum Beispiel Wägeplätze in der Nähe von Heizkörpern oder Fenstern. Auch das Messgefäß und die darin befindliche Probe sollten dieselbe Temperatur wir die Umgebung haben.
Ein anderes oft zu findendes Problem ist, dass bei jeder Wägung ein anderes Ergebnis angezeigt wird. In diesem Falle driftet die Gewichtsanzeige und die Wiederholbarkeit der Wägung ist unzureichend. Eine mögliche Ursache für diesen Effekt kann die Elektrostatische Aufladung der Probe oder des Messgefässes sein.

In unserem Live-Vortrag zum Thema “ Externe Einflüsse beim analytischen Wägen – was müssen Anwender beachten, um korrekte Ergebnisse zu erhalten?“ verdeutlichen wir Ihnen, warum es oft zu inkorrekten Wägeergebnissen durch externe Einflüsse kommt und wie diese auf ein Minimum reduziert werden können.